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Kunst zur ›Wende‹-Zeit. Künstlerische Reflexionen des Umbruchs 1989/90 und der DDR-Transformation

Dieses Forschungsprojekt fokussiert sich auf die Zeit um 1989/​90 und untersucht ästhetische Repräsentationen der »Wende« sowie der damit verbundenen Transformationsprozesse.
Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, wie die Endphase der DDR, der Umbruch und die ersten Jahre nach der Wiedervereinigung aus der unmittelbaren Erfahrung heraus im Medium der bildenden Künste reflektiert und verarbeitet wurden. Dabei werden Werke von Künstler*innen sowohl aus Ost- und Westdeutschland als auch aus dem Ausland berücksichtigt. Welcher Strategien bedienten sich Künstler*innen mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten, und welche Perspektiven auf die Zeit und aus der Zeit heraus sind festzustellen?
Das Projekt geht von dem Befund aus, dass vor allem im Hinblick auf die Schlüsselereignisse Mauerfall und Tag der Deutschen Einheit eine deutliche Divergenz zwischen medialen und künstlerischen Darstellungen besteht: Während in den Medien Bilder der Euphorie und Jubelstimmung transportiert werden, ist der Blick der Künstler*innen vielmehr von Skepsis und verhaltenem Optimismus geprägt. Auf welche Weise äußert sich diese offensichtlich kritische Reflexion in künstlerischen Werken verschiedener Gattungen? Dieser Frage geht die Untersuchung nach, indem – vor dem Hintergrund der individuellen künstlerischen Handschrift – Themen und Motive, Bildmittel sowie der Einsatz von Materialität analysiert werden.
Neben der Umsetzung des Promotionsvorhabens umfasst das Forschungsprojekt mehrere Künstlergespräche im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen, die Konzeption und Realisierung eines Symposiums sowie die Planung eines Ausstellungsprojektes.