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Migrationserfahrungen und ostdeutsche Transformation

Fußballmannschaft BSG Chemie Pause, 1986. Fotograf unbekannt, Reproduktion: Malte Wandel
Fußballmannschaft BSG Chemie Pause, 1986. Fotograf unbekannt, Reproduktion: Malte Wandel

Das Projekt nimmt gesellschaftliche Krisenphänomene und -erfahrungen in der späten DDR und der anschließenden Transformationsphase aus einer unterrepräsentierten Perspektive in den Blick: Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten rücken in den Mittelpunkt der Darstellung. »Ausländische Werktätige«, Studierende oder politische Migranten und Migrantinnen haben seit den siebziger Jahren Erfahrungen gemacht, die vor der Folie der Entwicklungen der ostdeutschen Gesellschaft die ganze Bandbreite staatlicher Krisensymptomatik zeigen.

Vor allem nichtstaatliche Quellen zeugen von der Vielfalt dieser Erfahrungen. Von dieser Perspektive aus wird eine Gesellschaft erkennbar, die versuchte, Probleme über die Idee der »sozialistischen Menschengemeinschaft« zu lösen. Sie traf dabei auf die Realität von Rassismus, ökonomischen Restriktionen und historischen Tradierungen im Umgang mit gesellschaftlicher Heterogenität, aber auch auf Versuche, das Leben mit Migranten und Migrantinnen nach eigenen und eigensinnigen Vorstellungen – abseits staatlicher Vorgaben – zu führen.

Aktivitäten

22. April 2020, Einblick, Dr. Carsta Langner: »Dünne Haut. Oder: Ohne Frauen ist kein Staat zu machen«

07. April 2020, Einblick, Dr. Carsta Langner, »›Affen und Banditen‹ – über die historische Rekonstruktion von Rassismus und rechter Gewalt in der späten DDR und der ostdeutschen Transformationsgesellschaft«

14. Februar 2020, Vortrag, Dr. Carsta Langner: »›Affen und Banditen‹ – über die historische Rekonstruktion von Rassismus und rechter Gewalt in der späten DDR und der ostdeutschen Transformationsgesellschaft«

30. November 2019, Vortrag, Dr. Carsta Langner: »…ungestört ‚break‹ zu tanzen oder in der Disko ‚hard rock‹ zu spielen.« Demokratievorstellungen in der späten DDR