Forschungsverbund Diktaturerfahrung + TransformationForschungsverbund Diktaturerfahrung + Transformation

Biographische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren

Wintersemester 2022/2023 – Lutz Seiler

Lutz Seiler. Foto: © Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag
Lutz Seiler. Foto: © Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

Die halbjährlich wechselnde Gastprofessur des Forschungsverbundes ist am Imre Kertész Kolleg der FSU Jena angesiedelt. Gastprofessor*innen bieten reguläre Lehrveranstaltungen sowie öffentliche Vorträge an und verknüpfen ihre eigenen Forschungsarbeiten mit der Arbeit des Verbundes. Im Wintersemester 2022/​2023 gibt es zwei Gastprofessoren.

Lutz Seiler ist freier Schriftsteller, wohnhaft in Wilhelmshorst und Stockholm. Der 1963 geborene Seiler wuchs in Ostthüringen auf, sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. Während seiner Armeezeit begann der gelernte Baufacharbeiter zu schreiben. Es folgte bis Anfang 1990 ein Studium der Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Nach längeren Auslandsaufenthalten in Rom, Los Angeles und Paris leitet er seit 1997 das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam.

Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift moosbrand. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für seine Arbeit erhielt Seiler zahlreiche Auszeichnungen. Für die Erzählung Turksib wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt Kruso erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und von der UFA verfilmt. Sein zweiter Roman Stern 111 wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Im August 2021 erschien der neue Gedichtband schrift für blinde riesen.

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