Forschungsverbund Diktaturerfahrung + TransformationForschungsverbund Diktaturerfahrung + Transformation

Biographische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren

Wintersemester 2021/2022 – Annett Gröschner

Annett Gröschner. Foto: Susanne Schleyer
Annett Gröschner. Foto: Susanne Schleyer

Die halbjährlich wechselnde Gastprofessur des Forschungsverbundes ist am Imre Kertész Kolleg der FSU Jena angesiedelt. Gastprofessor*innen bieten reguläre Lehrveranstaltungen sowie öffentliche Vorträge an und verknüpfen ihre eigenen Forschungsarbeiten mit der Arbeit des Verbundes. Im Wintersemester 2021/​2022 ist Annett Gröschner Gastprofessorin.

Annett Gröschner ist freiberufliche Schriftstellerin und Journalistin. Geboren 1964 in Magdeburg, lebt sie nach dem Abitur und einer einjährigen Tätigkeit als Ankleiderin an den Bühnen der Stadt Magdeburg die gelernte Ankleiderin seit 1983 in Berlin. Nach ihrem Studium der Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin und einem anschließenden Forschungsstudium in Berlin und Paris ist sie seit den 1990ern vielseitig tätig, im akademischen ebenso wie im journalistischen und künstlerischen Bereich.

Sie ist Mitbegründerin der Frauenzeitschrift Ypsilon, des ZEIT ONLINE-Formats »10 nach 8« und des Netzwerks WIR MACHEN DAS. Für dieses Netzwerk arbeitet sie zusammen mit Dima Albitar Kalaji seit 2020 an der deutsch-syrischen Plattform Geruch der Diktatur. Von 1994 bis 1998 arbeitete sie an den Zeitschriften »Sklaven« und »Sklavenaufstand« mit. Als freie Journalistin schrieb und schreibt Gröschner u.a. für die Berliner Seiten der FAZ, den Freitag und die taz. Sie arbeitete für das HAU Berlin, das Maxim Gorki Theater, das Theater an der Parkaue und das Deutsche Theater Berlin. Seit 2012 ist sie Gastperformerin bei She She Pop und war von 2019–2021 Kolumnistin der Volksbühne Berlin. Seit 2002 arbeitet sie als Dozentin für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an diversen Hochschulen und Universitäten im In- und Ausland. Von 2005–2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sachbuchforschungsprojektes der Humboldt-Universität und der Universität Hildesheim. Von 2015 bis Anfang 2021 hielt sie eine Gastprofessur für Kulturjournalismus an der UdK Berlin.

Gröschner ist Mitglied des P.E.N. und erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt 2021 den Großen Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg – Fontanepreis und den Klopstockpreis des Landes Sachsen-Anhalt.


Veranstaltungen im kommenden Semester:

Am Montag 24.01.2022, Studientag für die Mitglieder des Forschungsverbundes

Am Mittwoch, 26.01.2022, 18–20 Uhr, »Träumen im Archiv«
Vortrag mit Lesung im Rahmen des Zeitgeschichtlichen Kolloquiums der Universität Jena

Am Donnerstag, 13.01.2022, Lesung in Erfurt, Titel und Ort folgen